Was haben ein Saugroboter der Marke Neato in erster Generation, ein Moneaul, der mit Aufsatz auch zum Wisch-Sauger werden kann und der Neato Connect gemeinsam? Wer jetzt schreit „amazon“, hat zumindest zu 66 Prozent recht. Hatte doch amazon, wie so oft, mit viel Ambition die Marke Neato aufgekauft und die in Entwicklung befindliche neue Serie auf den Markt gebracht, um sie dann mit einer Nachricht von einer Zeile einzustellen. Dabei war Neato mit dem Laserturm in der Navigation – also, zur damaligen Zeit – unschlagbar genau. Und der Moneaul? Auch die Marke verschwand sang- und klanglos vom Markt, dabei war es kleines Geld und eine Umwandlung per Klemm-Modul, der den Saugi auch zum Feucht-Wischer machte. Zwar war die auf die Decke fixierte Kamera wohl mehr Witz als sinnvoll, aber wer weiß das schon, was daraus hätte werden können. Dies ist also die Ausgangslage, in der ich beschlossen habe: aus drei mach eins, und möglichst modern. Was bei den heutigen Angeboten und Preisen schon ein wenig Arbeit bedeutet. Also, los geht es mit Folge 1, die Suche nach dem besten Robo und was sagt mein Budget dazu.

Warum nicht die Alten behalten
Ihr kennt mich, gerne muss das Neue her. Aber nicht, wenn funktionales zu Hause auf mich wartet. Dafür ist die Welt auch zu schnelllebig, heute bestellt und morgen im Rahmen der Lieferung wird der für übermorgen angesetzte Auslieferungstermin des Nachfolgers bekannt gegeben.
Das gilt nicht für meine drei Roboter. Ich habe diese zu meiner Zeit in Erlangen, also in der düsteren Epoche von Erlangen, angeschafft, da der sich am meisten selbst bemitleidende Mietvertragsinhaber zu nichts zu gebrauchen war. Aber die Hausviecher konnten die Bude heillos verdrecken, also war das eine einfache und doch sehr effektive Lösung.
Mein erster und auch ganz alter Roomba war dafür nicht geeignet, zu verwinkelt, war das eingebildete Budenloch. Und über zweieinhalb Etagen. Also, ein Neato im EG, der auch durch ein Van Gogh Kunstwerk von Teppich, und sei es nur wegen des Preisschildes, sich täglich kämpfen konnte. Der Zweite durfte eine Treppe höher zwischen Bad und Büro hin und her tingeln. Für die größtmögliche Raumverschwendung in Höhe und Breite gab es dann den Moneaul, der Schlafzimmer und Ankleide täglich von Staub befreite.
Das ist längst hinter mir und abgehakt, aber die drei Robos arbeiten nun auch in der schmutzigen und verdreckten drei Milliarden Euro Schulden-wie-jämmerlich-kann-eine-Hauptstadt-noch-sein Berlinkaffgegend. Wer aber Bausubstanz aus dem Ersten Weltkrieg, verklebt mit allem, was der Zweite Weltkrieg hat liegen lassen, bewohnt, erfreut sich jeden Tag über Türschwellenhöhen zum Kotzen und schiefe Wände, die den Teppichverleger dazu veranlasst haben, beim Vermessen die Halsschlagader beidseitig zu durchtrennen, um dieses Berlin-Übel nicht länger ertragen zu müssen.
Und somit teilen sich bei mir drei Roboter aktuell die Arbeit.
Der neueste der drei, der von amazon aufgekaufte Neato Connect, rattert, auch mithilfe von zwei Rampen über dem kompletten, zumindest im Ansatz, L-förmigen Flur. Und kommt dank der beiden an die schiefen und ungerade gehobelten Holztürschwellen geklebten Rampen den Weg hinauf ins Schlafzimmer und die Küche.
Der zweite Neato sollte das Kinderzimmer reinigen. Da gab es wohl ein wenig Konkurrenzdenken zwischen beiden Neatos, da seit ein paar Wochen, der Connect nun den Weg über die Schwelle ins Kinderzimmer schafft und somit den Neato der ersten Generation (der „blaue Turm“ auf dem Titelbild) im wahrsten Sinne, abgelöst hat.
Somit bleiben als Räume noch das Wohnzimmer und das Homeoffice. Die Schwelle zum Bad ist über fünf Zentimeter hoch, das wird mehr als nur sportlich, ich arbeite dran. Und sowohl Wohnzimmer als auch HomeOffice bekommen zeitnah noch eine Schwelle, mal sehen, was dann wo gesaugt werden kann – beides ist auch das Reich meines Nachwuchses.
So, was tun – Neuanschaffung
Die Schwellen sind vermessen und der nächste Bayern-Besuch steht vor der Tür. Vielleicht bin ich dann die fehlenden Rampen für die Schwellen „los“ und den Robos stehen die verbleibenden Türen dann auch offen – primär für die tägliche Reinigung.
SeeAndererseits, Achtung, Luxusproblem, will ich nicht wiederholt tauschen müssen: Der Connect kann nur saugen, der Moneaul auch, aber mit weniger Kraft. Er kann aber händisch in einen Wischmopp umgebaut werden, der seine Arbeit nicht gerade schlecht macht.
Aber eins haben alle drei mittlerweile gemeinsam: die fehlende Akkulaufzeit. Der Moneaul schwächelt am offensichtlichsten, teilweise ist im Saug-Mob-Modus gerade das Schlafzimmer fertig und er geht ohne irgendetwas einfach aus.
Der Neato der ersten Generation – der blaue Turm – habe ich im November 2015 gekauft – neun Jahre, davon sechs dauerhaft täglich im Einsatz. Ähnlich der Neato Connect, im April 2017.
Dazwischen, im Dezember 2015, habe ich den Moneaul gekauft. Der war auch, bis der Connect kam, ein Staubsauerroboter mit Füßen – da ich ihn immer zwischen den beiden Etagen, in denen er im Einsatz war, getragen habe…
Ich öffne jetzt keine Rechnung, was neue Akkus (im Schnitt, wenn überhaupt noch auf Ebay zu bekommen, um die 120 € liegen und die auch nicht nagelneu sind oder von einem Drittanbieter, mit entsprechenden Risiken) kosten und ob das Sinn ergibt. Steuerlich gesprochen sind die drei Modelle abgeschrieben.
Also, es wird eine Neuanschaffung.
Aber ich will alles in einem. Der muss saugen und wischen. Automatisch, nach Bedarf. Und ich erwarte eine Ladestation, die den Saugi nicht nur lädt, sondern im Idealfall reinigt. Und das nicht nur einmal die Woche oder ausschließlich durch mein bescheidenes Zutun – nein, gerne auch für eine Woche. Oder länger.
Und mein Budget hierfür liegt bei maximal 500 €. An sich wollte ich nur mit 300 Scheinen rangehen. Aber dann kann ich wirklich meine drei behalten und Akkus bei Ebay aus Städten, deren Namen ich nicht mal aussprechen kann und die auch der Zoll wohl unbesteuert aus Mitleid zu mir durchrutschen lässt, bestellen.
Aber ich bin nicht böse, wenn es billiger geht!
Also, das war er, der Teil 1: Wo komme ich, wo will ich hin und was klammere ich aus und was ziehe ich in Betracht – und sei es, dass ich nun ein Budget kenne, dass ich nicht habe, aber wenigstens eine Obergrenze darstellt…!
Und in Teil 2 nehme ich euch mit in die fabelhafte Welt der Marken und Preisvorstellungen und was mich letzten Endes – Spoiler: Fachzeitschrift – auf eine Marke und ein Modell hat fixieren lassen. Auch wenn das Gerät eine für mich wichtige Funktion nicht hat und der Kauf kaum Luft für „Extras“ übrig lässt.
Bleibt dran und folgt mir in Teil 2, vielleicht erleichtern meine Entscheidungen eure Findung, falls ihr aktuell oder in den nächsten Wochen ein Gerät kaufen wollt.
Und wenn ich voll daneben greife oder ihr einen meiner Saugis erwerben wollte, schreibt mir einfach an meine E-Mail-Adresse! Bis nächste Woche!
STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT ULTRASCHALL5!

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