{"id":10907,"date":"2023-06-07T14:41:00","date_gmt":"2023-06-07T12:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/?p=8722"},"modified":"2023-06-07T14:41:00","modified_gmt":"2023-06-07T12:41:00","slug":"265-sexuelle-belaestigung-am-arbeitsplatz-ist-weder-ein-kavaliersdelikt-noch-etwas-was-unternehmen-stolz-hinter-compliance-prozessen-verstecken-oder-im-sande-verlaufen-lassen-sollten-und-doch-pa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/2023\/06\/07\/265-sexuelle-belaestigung-am-arbeitsplatz-ist-weder-ein-kavaliersdelikt-noch-etwas-was-unternehmen-stolz-hinter-compliance-prozessen-verstecken-oder-im-sande-verlaufen-lassen-sollten-und-doch-pa\/","title":{"rendered":"265 Sexuelle Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz ist weder ein Kavaliersdelikt noch etwas, was Unternehmen &#8222;stolz&#8220; hinter Compliance Prozessen verstecken oder im Sande verlaufen lassen sollten! Und doch passiert es tagt\u00e4glich quer durch die Republik!"},"content":{"rendered":"\n<p><i>Es lief zu Hause nicht mehr ganz so. Die Romantik war raus, auch ging man sich aus dem Weg. Und pl\u00f6tzlich war da der Kollege, der eigentlich ein Vorgesetzter ist. Er h\u00f6rte zu. Selbst eine gescheiterte Ehe. Er hatte Zeit, au\u00dfer Firma erwartete ihn zu Hause niemand. Man kam sich im B\u00fcro z\u00f6gerlich ein wenig privat n\u00e4her. Aber immer mit klaren, aber unausgesprochenen Regeln der Professionalit\u00e4t. Bis zu jenem Morgen, als er sie an sich zog und sie k\u00fcsste. In seinem B\u00fcro. Und nichts war mehr, wie es noch Sekunden zuvor gewesen ist. Und da war auch pl\u00f6tzlich das Bewusstsein, dass sie nie so weit gehen wollte!<\/i><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"662\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/18717766_harassment.jpg?resize=1024%2C662&#038;ssl=1\" alt=\"Sexuelle Bel\u00e4stigung hat viele Auspr\u00e4gungen \/ Bild-\/Quelle: unlimphotos.com\" class=\"wp-image-9378\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/18717766_harassment.jpg?resize=1024%2C662&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/18717766_harassment.jpg?resize=300%2C194&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/18717766_harassment.jpg?resize=768%2C497&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/18717766_harassment.jpg?resize=1536%2C994&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/18717766_harassment.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sexuelle Bel\u00e4stigung hat viele Auspr\u00e4gungen \/ Bild-\/Quelle: unlimphotos.com<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-10907-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/265_20230515_ichbindochnichthierumbeliebtzusein_com_Sexuelle_Belaestigung_am_Arbeitsplatz.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/265_20230515_ichbindochnichthierumbeliebtzusein_com_Sexuelle_Belaestigung_am_Arbeitsplatz.mp3\">https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/265_20230515_ichbindochnichthierumbeliebtzusein_com_Sexuelle_Belaestigung_am_Arbeitsplatz.mp3<\/a><\/audio>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Machen wir uns nichts vor, es passiert jeden Tag!<\/h3>\n\n\n\n<p>Es h\u00e4ngt ein wenig von der Branche ab, wie oft und mit welchen Methoden sexuelle Bel\u00e4stigung auf der Tagesordnung tritt. Gerade unsere M\u00e4nnerrunden, also Zulieferer und die eigentliche Automobilindustrie, w\u00fcrden am liebsten Mad-Men-like den Klops auf den Po noch im Alltag aktiv anwenden. <\/p>\n\n\n\n<p>Da ich f\u00fcr die F\u00e4lle, die ich im Laufe meiner Firmenjahre so erlebt habe, nie eine Erlaubnis eingeholt habe, beziehe ich mich im folgenden auf zwei Artikel aus dem Handelsblatt &#8211; beide leider hinter der Paywall. Der Erste mit der vielsagenden \u00dcberschrift &#8222;<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/karriere\/fuenf-jahre-metoo-wie-firmen-bei-der-aufarbeitung-sexueller-belaestigung-am-arbeitsplatz-versagen\/28595432.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wie Firmen bei der Aufarbeitung sexueller Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz versagen<\/a>&#8222;, der Zweite, nicht minder an Kritik sparend, mit dem Titel &#8222;<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/karriere\/interview-mit-simone-kaempfer-ich-habe-alles-gesehen-von-falschen-beschuldigungen-bis-hin-zu-schweren-sexualstraftaten\/28244928.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ich habe alles gesehen \u2013 von falschen Beschuldigungen bis hin zu schweren Sexualstraftaten<\/a>&#8222;. Ich m\u00f6chte nur erg\u00e4nzen, ohne den Tatbestand, dass Frauen nach wie vor h\u00e4ufiger Opfer von sexueller Bel\u00e4stigung werden, auch darauf verweisen, dass auch das starke Geschlecht mittlerweile bel\u00e4stigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Handelsblatt beschreibt in einem dieser Artikel, dass eine Mitarbeiterin der Mercedes-Benz-Gruppe in Summe drei F\u00e4lle von sexueller N\u00f6tigung durch einen Kollegen gemeldet hat. Dass aber das Verhalten des Kollegen ungestraft blieb, da der Fall intern versandete. Soviel zu der immer so gelobten Compliance-Abteilung, die aber, so auch das Handelsblatt, &#8222;F\u00e4lle aufarbeiten und T\u00e4ter abschrecken&#8220; sollen &#8211; in der Realit\u00e4t ist es allerdings genau andersrum, diese Verfahren sch\u00fctzen meist die Beschuldigten und lassen die Betroffenen allein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Handelsblatt fasst aktuelle Recherchen dahingehen zusammen, dass &#8222;trotz des Bewusstseins f\u00fcr das Problem interne Complianceverfahren in Unternehmen oft dabei versagen, Vorw\u00fcrfe zufriedenstellend aufzukl\u00e4ren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiele gibt es genug, nebst dem vorstehenden: Trotz eines Dokuments, dass zwei F\u00fchrungspersonen eindeutig mehrfachen jahrelangen Machtmissbrauch gegen\u00fcber weiblicher Untergebener beweist, wurde eine interne Untersuchung angesto\u00dfen, dessen Ergebnis bis heute nicht an die Betroffenen gegeben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Standardm\u00e4\u00dfig haben Unternehmen hier immer die gleichen Floskeln auf Lager: Es wurde sofort reagiert, umgehende Einleitung von Untersuchungen, Ergreifen von geeigneten Ma\u00dfnahmen. Und doch passiert in den wenigsten F\u00e4llen etwas.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch ein Beispiel gef\u00e4llig: Bloomberg berichtete, dass im August (2022, Anmerkung des Autors) zwei Mitarbeiterinnen von SAP in den USA von m\u00e4nnlichen Kollegen &#8211; Achtung! &#8211; &#8222;vergewaltigt worden seien&#8220;, so der Artikel im Handelsblatt. Man sollte nun meinen, dass Vergewaltigung, erst recht im pr\u00fcden Land der unbegrenzten nur nicht sexuellen M\u00f6glichkeiten nun schnell und hart eine Aufkl\u00e4rung finden. Schockierend, dass nach Beschwerde der beiden Frauen die Beschuldigten gegen\u00fcber der Personalabteilung &#8222;der Sex sei einvernehmlich und die Frauen betrunken gewesen, wurden die Untersuchungen laut Bloomberg wieder eingestellt.&#8220; Klar, die \u00fcblichen Beteuerungen \u00fcber ernst nehmen lie\u00dfen nicht lange auf sich warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch zeigt der Artikel bei einem der gr\u00f6\u00dften deutschen Bankenh\u00e4user auf, dass &#8222;interne Verfahren auch anders laufen k\u00f6nnen&#8220;. Ermittlungen gegen zwei hochrangige Manager wegen Vorw\u00fcrfen der sexuellen Bel\u00e4stigung f\u00fchrten dazu, dass ein Beschuldigter die Bank verlassen hat und der zweite &#8222;bereits erste deutliche Sanktionen zu sp\u00fcren bekommen, ihm drohen zudem weitere Konsequenzen&#8220;. Ich sage mal ganz vorsichtig: geht doch!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Imageschaden, auch auf dem Bewerbermarkt<\/h3>\n\n\n\n<p>Dass F\u00e4lle, bei denen gegen Compliance-Regelungen versto\u00dfen wird, schnell in einem Image-Schaden landen k\u00f6nnen, kann man den Berichten der letzten Jahre entnehmen. Bei sexuellem Fehlverhalten sollte aber nicht die Langzeitwirkung vergessen werden &#8211; oder wei\u00df irgendjemand nicht, was ich meine, wenn ich &#8222;Bild&#8220; und &#8222;Reichelt&#8220; sage?<\/p>\n\n\n\n<p>Aber, auch wenn der Mensch schnell dazu neigt, wieder alles Einhorn-gleich in h\u00fcbschestem Rosarot weichzuzeichnen &#8211; bis auf die Opfer! -, vergisst auch etwa der Bewerbermarkt nicht so schnell. Erst recht, wenn man, wie im Handelsblatt-Artikel, folgende Aussagen nach sexuellen Vorf\u00e4llen der Opfer liest: &#8222;Aber das Unternehmen hat mich einfach nicht vor diesen Straftaten gesch\u00fctzt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Bezeichnend hierzu die Aussage von Anette Diehl, die Trauma- und Fachberaterin des Frauennotrufs in Mainz Frauen von sexualisierter Gewalt betreut: &#8222;Sexualisierte \u00dcbergriffe gibt es \u00fcberall dort, wo Menschen zusammen sind \u2013 sie sind dazu da, das Gegen\u00fcber klein zu halten, zu dem\u00fctigen und zu entw\u00fcrdigen.&#8220; Es gehe, so das Handelsblatt, dabei nur selten ums Flirten oder gemeinsame sexuelle Erlebnisse, sondern um Macht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deutschland kennt ein Gesetz dagegen, das AGG<\/h3>\n\n\n\n<p>Wen man nun in das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) blickt, noch unverst\u00e4ndlicher, dass Unternehmen F\u00e4lle versanden lassen k\u00f6nnen oder schlichtweg die Aufarbeitung unterlassen, regelt das AGG klipp und klar, ab wann sexuelle Bel\u00e4stigung beginnt: &#8222;Bemerkungen sexuellen Inhalts oder Aufforderungen zu sexuellen Handlungen&#8220;, genau im Paragraf 3, Absatz 4. Aber recht haben und recht bekommen, das alte Problem.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Handelsblatt hat in seinem Artikel (leider hinter der Paywall) &#8222;<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/karriere\/fuenf-jahre-metoo-wie-firmen-bei-der-aufarbeitung-sexueller-belaestigung-am-arbeitsplatz-versagen\/28595432.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wie Firmen bei der Aufarbeitung sexueller Bel\u00e4stigung am Arbeitsplatz versagen<\/a>&#8220; aussagekr\u00e4ftige Grafiken auf Basis der Zahlen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes aufgearbeitet: Das Geschlecht, von dem Bel\u00e4stigungen ausgehen: &#8222;77 % ausschlie\u00dflich M\u00e4nner&#8220;, so die Erfahrungen von Frauen. Drehen wir es um, sind die Erfahrungen von M\u00e4nnern, dass 39 % ausschlie\u00dflich von Frauen und 36 % ausschlie\u00dflich von M\u00e4nnern ausgehen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Warum passiert dann trotzdem so wenig dagegen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Hier zitiert das Handelsblatt einen privaten Ermittler, Frank Heyde, der mit Betroffenen, die dem internen Meldesystem des Arbeitgebers nicht trauen, arbeitet. Erschreckende Erkenntnis: &#8222;Diejenigen, die seine Hilfe suchen, wollten fast nie Beh\u00f6rden oder Unternehmensstellen einschalten, sagt Heyde, denn &#8218;die Leute in der Compliance wissen, wie man vertuscht'&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu sollte abermals erw\u00e4hnt werden, wie sensibel ein Complianceverfahren, gerade beim Thema sexuelle Bel\u00e4stigung ist. Es ist &#8222;nicht vergleichbar mit herk\u00f6mmlichen Verfahren bei Pflichtverletzungen, zum Beispiel wegen Arbeitszeitbetrugs.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und das Handelsblatt verweist auf einen weiteren Knackpunkt: &#8222;Ein anderes Problem f\u00fcr die Betroffenen liegt in der fehlenden Kontrolle \u00fcber das Verfahren und die Ergebnisse. Wenn sich Verdachtsmomente erh\u00e4rten, kann der Arbeitgeber die Beschuldigten sanktionieren. Die Entscheidung dar\u00fcber, welche Konsequenzen aus den Ergebnissen gezogen werden, liegt allerdings allein beim Arbeitgeber. Selbst bei strafrechtlich relevanten F\u00e4llen besteht f\u00fcr die Anw\u00e4lte oder ihre Mandanten keine Pflicht, ihre Erkenntnisse an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten.&#8220; Aus meiner Sicht unverst\u00e4ndlich, wie ein Straftatbestand so einfach unter den Tisch gekehrt werden kann, weil noch nicht mal der Zwang zur Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft besteht. Umso trauriger die diversen F\u00e4lle, die K\u00fcndigungen zur Folge hatten, da Informationen doch an die Staatsanwaltschaft gegeben wurde &#8211; und wohl eher nicht seitens des Unternehmens. Auch hier, ein kleiner Trost: seit #MeToo neigen Unternehmen von sich aus eher dazu, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Ich wiederum bezweifle aber, dass dies f\u00fcr alle Branchen gelten m\u00f6ge.<\/p>\n\n\n\n<p>Was es zus\u00e4tzlich erschwert, ist die Tatsache, dass sexuelle Bel\u00e4stigung strafrechtlich &#8222;nur dann als Delikt klassifiziert, wenn es sich um k\u00f6rperliche \u00dcbergriffe handelt&#8220;. Und hierf\u00fcr gelten enge Fristen, wenn der Fall arbeitsrechtlich aufgearbeitet werden soll. Diese B\u00fcrde zu verarbeiten und das innerhalb weniger Wochen entsprechend anzuzeigen &#8211; wer bitte bekommt das hin?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schlechte Compliance hat Auswirkungen auf weitere Schritte<\/h3>\n\n\n\n<p>Losgel\u00f6st, ob ein Compliance-Verfahren Firmen-intern ausgel\u00f6st wird oder nicht, steht nach den Betroffenen jederzeit der Weg zur Polizei offen. Und da liegt, auch wenn nat\u00fcrlich jeder sagen w\u00fcrde, dass das nur Verleumdung ist, er n\u00e4chste perfide Trick: Wenn man wochenlang betriebsintern gegen diese Windm\u00fchlen angek\u00e4mpft hat, um dann schriftlich informiert zu werden, dass die Vorw\u00fcrfe als haltlos oder nicht beweisbar angesehen werden, wer hat dann noch die Energie, auf der n\u00e4chsten Polizeidienststelle erneut die Erlebnisse aufzuschreiben?<\/p>\n\n\n\n<p>Und das untermalt auch eine Aussage, die das Handelsblatt einer betroffenen Person seitens eines schw\u00e4bischen Automobilherstellers mitgeteilt wurde, indem ein &#8222;Mitarbeiter in der konzerneigenen Compliancestelle nach einigen Nachfragen sogar geraten habe, mit dem Fall besser nicht zur Polizei zu gehen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>So einfach k\u00f6nnen sich Unternehmen, die nat\u00fcrlich all dies dementieren und auf funktionierende Prozesse und bestens geschultes Personal in diesen Rollen verweisen, davonstehlen. W\u00e4hrend die zur\u00fcckgebliebenen Jahre brauchen, um dies aufzuarbeiten &#8211; wenn \u00fcberhaupt! Von Verdienstausf\u00e4llen, Kosten f\u00fcr Behandlungen, Auszeiten und auch ein meist damit verbundener &#8222;Zwangswechsel&#8220; des bisherigen Arbeitgebers ganz zu schweigen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weitere perfide Tiefschl\u00e4ge<\/h3>\n\n\n\n<p>Was aber zus\u00e4tzlich eine durchschlagende Wirkung erzielt, ist die Tatsache, dass viele dieser Verfahren, wenn sie denn nicht versanden, ein Ergebnis tragen, dass den Leidtragenden, selbst auf mehrfache Nachfrage, nicht mitgeteilt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Und wenn man dann auch noch zusehen muss, dass die m\u00e4nnlichen Kollegen trotz dieses &#8222;Vorfalls&#8220; weiter munter die Karriereleiter hinauf stolpern. Sei es im gleichen oder nach einem Wechsel im neuen Unternehmen.<br>Da zweifelt man doch schwer daran, dass wir uns im Jahr 2023 angeblich so weit von unserem Vorfahren, dem Neandertaler, weiterentwickelt haben sollen. Ok, wir tragen keine offensichtlichen Keulen mehr, aber w\u00e4re das manchmal nicht doch lieber besser&#8230;?!?<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-black-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background\"><strong>Meinen Podcast abonnieren: <\/strong><strong><em>| <\/em><\/strong><strong><em><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/steveschutzbier.rss\" target=\"_blank\">direkt<\/a><\/em><\/strong><strong><em> | <\/em><\/strong><strong><em><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein-com-blogpost-in\/id1397425487?mt=2\" target=\"_blank\">iTunes<\/a><\/em><\/strong><strong><em> | <\/em><\/strong><strong><em><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/7aD22F9FGdLmRXaCP1uL3N\" target=\"_blank\">Spotify<\/a><\/em><\/strong><strong><em> | <\/em><\/strong><strong><em><a rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.google.com\/podcasts?feed=aHR0cHM6Ly9wY3IuYXBwbGUuY29tL2lkMTM5NzQyNTQ4Nw\" target=\"_blank\">Google<\/a><\/em><\/strong><strong><em> | <\/em><\/strong><strong><em><a rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/music.amazon.de\/podcasts\/6df823b8-d073-4dcd-8b45-c349bfe77c78\/Der-ichbindochnichthierumbeliebtzuseincom-PodCast-Technik-Gadgets-Meinungen-und-aktuelle-Themen-die-das-Netz-und-die-Welt-bewegen-von-Steve-Schutzbier\" target=\"_blank\">amazon<\/a><\/em><\/strong><br><strong>STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT <\/strong><strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/ultraschall.fm\/\" target=\"_blank\">ULTRASCHALL5!<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright is-resized size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210720-Ultraschall-Aufkleber-e1631027719599.png?resize=81%2C36&#038;ssl=1\" alt=\"Made with Ultraschall \/ Logo-Quelle ultraschall.fm\" class=\"wp-image-5279\" width=\"81\" height=\"36\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es lief zu Hause nicht mehr ganz so. Die Romantik war raus, auch ging man sich aus dem Weg. Und pl\u00f6tzlich war da der Kollege, der eigentlich ein Vorgesetzter ist. Er h\u00f6rte zu. Selbst eine gescheiterte Ehe. Er hatte Zeit, au\u00dfer Firma erwartete ihn zu Hause niemand. Man kam sich im B\u00fcro z\u00f6gerlich ein wenig privat n\u00e4her. Aber immer mit klaren, aber unausgesprochenen Regeln der Professionalit\u00e4t. Bis zu jenem Morgen, als er sie an sich zog und sie k\u00fcsste. In seinem B\u00fcro. Und nichts war mehr, wie es noch Sekunden zuvor gewesen ist. 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