{"id":6409,"date":"2022-02-25T13:35:00","date_gmt":"2022-02-25T12:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/?p=6409"},"modified":"2022-02-25T13:35:00","modified_gmt":"2022-02-25T12:35:00","slug":"wie-viel-loyalitaet-kann-man-von-mitarbeitern-verlangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/2022\/02\/25\/wie-viel-loyalitaet-kann-man-von-mitarbeitern-verlangen\/","title":{"rendered":"Wie viel Loyalit\u00e4t kann man von Mitarbeitern verlangen?"},"content":{"rendered":"<p><em>Eine spannende Frage: Was kann ich als Kollege, als F\u00fchrungskraft und auch als Unternehmen von meinen Mitarbeitern, Kollegen oder Angestellten an Loyalit\u00e4t erwarten? F\u00fcr das Unternehmen ist das schnell gekl\u00e4rt: siehe Arbeitsvertrag und die ungeschriebenen Gesetze, die sich in dem Unternehmen entwickelt haben &#8211; auch wenn letztere nicht immer unbedingt schnell und einfach zu durchschauen oder zu verstehen sind. Als Kollege gilt eigentlich: wie du mir, so ich dir. Allerdings jetzt nicht mit dem Messer in der Hosentasche, sondern auf professioneller Art und Weise. Und als F\u00fchrungskraft? Auch hier wieder ein Blick in geltende Gesetze und den Arbeitsvertrag. Aber: war es das denn wirklich schon? Und welche Missverst\u00e4ndnisse ergeben sich, wenn zwei oder mehr Menschen mit guter, neutraler oder auch negativer Einstellung aufeinandertreffen?<\/em><\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-6409-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/198_20220220_ichbindochnichthierumbeliebtzusein_com_Wie_viel_Loyalitaet_kann_man_vom_MA_verlangen.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/198_20220220_ichbindochnichthierumbeliebtzusein_com_Wie_viel_Loyalitaet_kann_man_vom_MA_verlangen.mp3\">https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/198_20220220_ichbindochnichthierumbeliebtzusein_com_Wie_viel_Loyalitaet_kann_man_vom_MA_verlangen.mp3<\/a><\/audio>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Stell dir vor, du hast eine Kollegin. Lassen wir die einfach mal was studiert haben, was sie nicht f\u00fcr ihren aktuellen Job braucht, so was wie was Naturwissenschaftliches. Und statt wie die vielen Kommilitonen entschlie\u00dft sie sich, nicht ins Banken- oder Versicherungswesen zu gehen. Vielleicht, weil sie schlichtweg nicht gut genug ist. Vielleicht, weil sie das Studium auf Druck der Eltern eingeschlagen hat. Vielleicht auch, weil sie f\u00fcr Lehramt oder eine Versicherung einfach nicht gut genug ist. Wie auch immer, das Studium hilft ihr nun mal nicht f\u00fcr den aktuellen Job. Aber hey, das sch\u00f6ne ist, dass ihr zwei privat gut befreundet seid. Da nimmst du dir schon mal ein paar Stunden Zeit, um ihr zu erkl\u00e4ren, was sie nicht kann, um zu verstehen, womit sie in ihrem Leben noch nie zu tun hatte und sie in eine Verkaufssoftware einzuf\u00fchren, von der sich noch nicht mal das K\u00fcrzel &#8222;CRM&#8220; versteht. Aber wof\u00fcr sind Freunde schon da? Auf gleicher Ebene, im gleichen Unternehmen? Da hilft man sich eben.<\/p>\n<p>Und jetzt lass ein Neuzeitph\u00e4nomen zuschlagen, dass nicht die Besten, die Begabtesten oder auch die, die Firmen-interne Tests bestehen oder ihren F\u00fchrungskr\u00e4ften besonders positiv aufgefallen sind, nach oben bringt, sondern irgendeine weltfremde, da eben auch politisch motivierte Quotenregelung. Und schon ist sie deine Chefin. Mit Diensthandy. Einzelb\u00fcro. Kann sich pl\u00f6tzlich einen Firmenwagen aussuchen. Mit Tankkarte. Und muss st\u00e4ndig, statt einen Plausch oder den Gang zur Kantine mit dir anzutreten, in wichtige Steering Boards, Strategierunden und p\u00fcnktliche Zulieferungen f\u00fcr die GF-Runde sicherstellen.&nbsp;<\/p>\n<p>Und weil sie dich nicht vergisst und dir in gewisserma\u00dfen auch was schuldet, darfst du dir im Rahmen deiner Kompetenzen nach dem W\u00fcnsch-dir-was deinen neuen Arbeitsplatz zusammenbauen. Gut, mit allen Punkten und auch der Gehaltsvorstellung ist sie nicht immer deiner Meinung, aber ihr werdet euch einig. Also, Kundengewinnung und Neukundenakquise. Vertragsmanagement. Und, aus Vertrauen und pers\u00f6nlichen Beweggr\u00fcnden kannst du hier f\u00fcr die j\u00e4hrliche Bonusregelung selbst deine Ziele festlegen. Und dein fixes Ziel, dass du dir gibst und das sie unwissend und blind unterschreibt und somit in Stein mei\u00dfelt ist, mit all dem Aufwand, den Reisen quer durch Europa und den Kosten, um einen neuen Kunden zu gewinnen und zu binden, steht da: ein Kunde pro Jahr.<\/p>\n<p>Lasst uns nun \u00fcber Loyalit\u00e4t reden, einfach aus dem Bauchgef\u00fchl heraus. Die Kollegin konnte ja nichts f\u00fcr ihre Bef\u00f6rderung, vielleicht waren alle anderen Damen auf dem Flur bereits auf legalem Weg in ihre F\u00fchrungsrolle gekommen und so musste die Wahl auf sie fallen. Daf\u00fcr kann sie also nichts, aber loyal dem Unternehmen gegen\u00fcber ist sie angetreten. Mit Sicherheit hat auch das neue Gehalt, die Gespr\u00e4che mit den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern und ihrem Chef als auch aufmunternde Worte eines Freundes hier mitgeholfen.<\/p>\n<p>Ihr Freund und Kollege war definitiv loyal, ihr und auch der Firma gegen\u00fcber: hat sie an die Hand genommen, hat ihr Produkte und Systeme erkl\u00e4rt und sie sicherlich auch den Kollegen vorgestellt. Somit einen reibungslosen Start erm\u00f6glicht. Und, irgendwann im Rahmen dieser Zusammenarbeit, hat sich, \u00fcber Hobby oder die Autoleidenschaft, eine Freundschaft entwickelt, die sich ins Private gerettet hat &#8211; oder andersherum, die aus dem Privaten ins Berufliche hinein aufrechterhaltenen \u00dcberlebenswillen bewies.<\/p>\n<p>Kompliziert kann es nun werden, wenn auch er spitzbekommen hat, dass hier eine Stelle geschaffen werden soll und die genau seinem Profil entspricht. Das kann Stimmungen schon mal zum Schwanken bringen. Schlimmstenfalls haben die beiden dar\u00fcber geredet und der Flurfunk, der bisher noch jede Quotenfrau enttarnt hat, hat ihm dar\u00fcber hinweggeholfen. Aber blenden wir das aus und kommen abermals zu einem kleinen Detail: wie viele Neukunden hat er sich gleich wieder in den Vertrag pro Jahr schreiben lassen?&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Und nun stelle ich mal die Frage andersrum: ab wann wird Verhalten illoyal?<\/p>\n<p>Wenn du heute Atomkraftwerke au\u00dferhalb Frankreichs, der USA, Polen und Tschechien oder auch einigen Schurkenstaaten verkaufen sollst, ist eins, vor allem, wenn du es Jahr f\u00fcr Jahr erf\u00fcllst, ein Topergebnis. Aber innerhalb Frankreichs? Da wirst du ja von deinen Schnecken im Salat \u00fcberholt! Was ist also illoyal &#8211; und nein, unter Inkompetenz leidet heute keine der skizzierten Personen!<\/p>\n<p>Also, damit wir alle \u00fcber das Gleiche reden, ran an eine Definition:<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Loyalit\u00e4t bezeichnet die auf gemeinsamen moralischen Maximen basierende oder von einem Vernunftinteresse geleitete innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegen\u00fcber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>So sagt es <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Loyalit%C3%A4t\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wikipedia.<\/a> Aber was meint das nun? Maxime? Vernunftinteresse?&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Maxime ist deine pers\u00f6nliche oberste Lebensregel. Das kann so was sein wie: Arbeite flei\u00dfig und du wirst es zu was bringen. Oder: ich HASSE ALLE MENSCHEN! Oder auch: f\u00fcr Geld tu ich alles!&nbsp;<\/p>\n<p>Das Vernuftinteresse ist so ne Art Kantscher Imperativ, oder einfach mit dem Kinderreim gesagt: Was du nicht willst, dass man dir tu, das f\u00fcg auch keinem anderen zu. Es sind die undokumentierten und echten Regeln der Zusammenarbeit zwischen Kollegen, Abteilungen und auch der ganzen Firma, losgel\u00f6st von dem ganzen Hochglanz-Blabla auf der Webseite oder in den Stellenanzeigen. Das wahre Arbeitsleben eben.<\/p>\n<p>Und um abermals auf Kant zur\u00fcckzukommen: wir alle tragen unseren eigenen Wertekompass in uns. Und dieser steuert auch die individuelle Loyalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Deshalb gibt es auch nicht DIE Regel, was jetzt Loyalit\u00e4t im Arbeitsleben bedeutet. Nur weil du st\u00e4ndig eine Fluppe ziehst, als ob du auf den ganzen Mist hier keinen Bock mehr hast, st\u00e4ndig interne Stellenangebote pr\u00fcfst und auch gerne in der Diskussion mit deinem Chef mal ein wenig die Stimme erhebst: ist das illoyal? Ich sage: nein!<\/p>\n<p>Brechen wir es doch mal auf die Basics runter: von einem Arbeitgeber erwarten wir Loyalit\u00e4t dahin, dass am Monatsende das versprochene auf dem Konto ist, das Geb\u00e4ude dicht und warm ist, ben\u00f6tigte Arbeitsmittel zur Verf\u00fcgung gestellt werden und dass man eine T\u00e4tigkeit, sprich: Arbeit hat und nicht der Spinne am Fenster t\u00e4glich bei ihren Runden im Netz zugucken muss.<br>Daf\u00fcr erwartet der Arbeitgeber eine Gegenleistung in Form von erf\u00fcllter Arbeit, abgearbeiteter Aufgaben und einen Beitrag zum Betriebsgewinn, schlie\u00dflich wird das Gehalt ja nicht mit Monopoly-Geld bezahlt.<\/p>\n<p>Die Kollegen untereinander erwarten Hilfestellung und Zuarbeit, gerne ein bisschen Spa\u00df und auch mal Ruhe. Eben die ganze Bandbreite der kollegialen Zusammenarbeit, nicht nur im eigenen Bereich, sondern quer \u00fcber das Organigramm und auch mal \u00fcber diverse Ebenen.&nbsp;<\/p>\n<p>Auch zwischen F\u00fchrungskraft und Mitarbeiter gilt nicht mehr der raue Ton wie fr\u00fcher. Man ist auf sich gegenseitig angewiesen, schlie\u00dflich soll die FK ja nicht der eigene beste Mitarbeiter sein und der MA m\u00f6chte hier mal Homeoffice &#8211; ja, das soll es vor Corona schon nur ein wenig dosierter gegeben haben &#8211; da er mal in der Kernarbeitszeit zu dem einzigen Arzttermin, den er bekommen konnte, gehen m\u00f6chte, ohne viel Arbeitszeit zu verlieren. Auch ist es loyal, zu einem Mitarbeiter zu stehen, der aktuell im Privaten nicht ganz im Reinen ist und daher nicht zu 100 % auf seine Arbeit konzentriert ist.<\/p>\n<p>Wer jetzt die Frage stellt, was denn nun die Muss-Kriterien sind, sollte in seinen Arbeitsvertrag schauen: da stehen Wochenstunden, Umsatzziele, Hierarchiestufen, Gehalt, Bonus und weitere variable Bestandteile und Vereinbarungen drin, soweit zutreffend. Da steht klar die Erwartung, wenn auch nicht immer in glatten Deutsch, zu der T\u00e4tigkeit. Dazu gibt es Stellenbeschreibungen und Schnittstellendefinitionen. Teilweise werden Arbeitsunterlagen, die es erfolgreich zu etablieren gilt oder Arbeitsergebnisse, die aufgrund fr\u00fcherer T\u00e4tigkeiten vom Stelleninhaber selbstst\u00e4ndig erstellt werden sollen, benannt. Das ist ernster Stoff, egal wie leger das im Rahmen einer Vorbesprechung runtergebetet wird!<\/p>\n<p>Und dann kommen noch die unterj\u00e4hrlichen Loyalit\u00e4tsbeweise: Sommerfeste auf Kosten des Unternehmens, <a href=\"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/2021\/12\/03\/da-ist-sie-endlich-wieder-die-stade-zeit-die-so-manchem-das-leben-zur-hoelle-macht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weihnachtsfeiern<\/a>, Motivationsspiele und so weiter&#8230;<\/p>\n<p>Daf\u00fcr erwartet das Unternehmen aber auch, dass man sich korrekt und aufrecht seinen Kollegen und Vorgesetzten gegen\u00fcber verh\u00e4lt und keine &#8222;hidden agenda&#8220; verfolgt, sondern gemeinsam an den Zielen des Unternehmens arbeitet. Es darf also keine sch\u00e4dliche Handlung vom Einzelnen oder einer Gruppe ausgehen, die vors\u00e4tzlich Schaden f\u00fcr das Unternehmen bedeuten kann oder wird. Auch ist eine, selbst wenn angemeldet, Nebent\u00e4tigkeit, die genau in dem gleichen Bereich ausgef\u00fchrt wird, wie die des Arbeitgebers nun mal nicht als loyal anzusehen &#8211; und auch Arbeitsvertrag und Gesetz sprechen hier eine deutliche Sprache.<\/p>\n<p>Je begeisterter ein Mitarbeiter von seinem Unternehmen spricht, zum Beispiel im Freundeskreis oder auch bei Netzwerkveranstaltungen, unterstreicht eindeutig seine Loyalit\u00e4t. Solche Mitarbeiter suchen Firmen immer h\u00e4nderingend &#8211; um sie dann meistens in Rekordzeit wieder zu vergraulen und zum Verlassen der Firma zu zwingen &#8211; sorry, anderes Thema.<\/p>\n<p>Auch werden von solch begeisterten Angestellten gemeinsame Werte gebildet oder existente Werte schneller adaptiert. F\u00fchrungskr\u00e4fte wissen, dass Mitarbeiter einen gesteigerten Eigenantrieb in sich tragen, der sich nicht von (kleinen) Problemen sofort aufhalten l\u00e4sst. Info am Rande: Auch in Arbeitszeugnissen ist die Nutzung des Wortes loyal meist in Notenstufe 1 und bestenfalls noch am Rande der Note 2 vorgesehen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend werfen wir noch einen Blick auf die drei Gr\u00fcnde, warum Mitarbeiter ihre Loyalit\u00e4t verlieren: Gehalt, F\u00fchrungskraft und verletzte Loyalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Klar wenn Lachen, Stempeln, Tackern, Lochen, Ablegen hier 500 \u20ac bringen, und beim n\u00e4chsten Unternehmen 800 \u20ac wird man gerne mal illoyal und k\u00fcndigt &#8211; und das aus gutem Grund! Ich glaube nicht, dass wir hier gro\u00df diskutieren m\u00fcssen!<\/p>\n<p>Auch wenn du, und ich will jetzt nicht schon wieder von Stromberg anfangen, eine schlechte F\u00fchrungskraft hast oder jemand, der trotz maximal m\u00f6glichster Inkompetenz oder per Quotenregelung den Weg dahin gefunden hat und dir dann auch noch dauernd mit sich widersprechenden Arbeitsauftr\u00e4gen um die Ecke kommt und selbst nur mit sich und seiner Genialit\u00e4t besch\u00e4ftigt ist &#8211; dann ist das reiner Fluchtreflex. Es hei\u00dft nicht umsonst: <a href=\"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/2022\/01\/17\/von-wegen-faule-und-inkompetente-mitarbeiter-ruinieren-die-firma-toxische-chefs-sind-das-schlimmste-uebel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leute kommen wegen der Firma und gehen wegen der F\u00fchrungskraft!<\/a><\/p>\n<p>Und dann noch die verletzte Loyalit\u00e4t.&nbsp;<br>Wenn du auf deiner Webseite von loyalen Mitarbeitern und Loyalit\u00e4t dem Kunden gegen\u00fcber sprichst, auf Kununu aber was von &#8222;Sklavenbude&#8220;, &#8222;ahnungslosen F\u00fchrungskr\u00e4ften&#8220; oder sogar &#8222;<a href=\"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/2022\/01\/17\/von-wegen-faule-und-inkompetente-mitarbeiter-ruinieren-die-firma-toxische-chefs-sind-das-schlimmste-uebel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">toxischen F\u00fchrungskr\u00e4ften<\/a>&#8220; oder auch mal der &#8222;planlosen Unternehmensspitze, die sich nur selbst bereichern wollen&#8220; steht, oder auch so Dinge wie &#8222;ich habe in meinem Leben noch nie innerhalb der Probezeit gek\u00fcndigt, hier war sogar das zu lang&#8220;, solltest du dir Lobhudeleien zur Loyalit\u00e4t lieber schenken.&nbsp;<br>Meist ist auch hier wieder eine <a href=\"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/2021\/06\/12\/von-quotenfrauen-schlechten-chefs-und-kompetenz-losen-fuhrungskraften-blod-wenn-das-alles-meistens-in-einer-person-steckt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">F\u00fchrungskraft<\/a> das Problem. Oder ein <a href=\"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/2021\/07\/29\/was-tun-bei-mobbing-ein-paar-tipps-und-tricks-aus-der-praxis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mobbender Kollege<\/a>. Hier, wenn nicht das gesamte Firmenklima pl\u00f6tzlich vergiftet enden soll, muss schnell, brutal und mit eiskalter Hand durchgegriffen werden. Kollege mit sofortiger Wirkung freistellen, Firmenausweis weg, Firmenhandy, -laptop und -email sperren und Verbot, das Firmengel\u00e4nde zu betreten, aussprechen. F\u00fchrungskraft dank AT-Vertrag sofort raus und lieber einen zu viel als einen zu wenig loswerden. Loyalit\u00e4t ist keine Einbahnstra\u00dfe, die nur der F\u00fchrungskader fordern kann. Auch Mitarbeiter haben hier Erwartungen und durch ein hartes und begr\u00fcndetes Durchgreifen l\u00e4sst sich noch viel retten, was sonst auf nimmer Wiedersehen \u00fcber die Wupper springt. Und nein, liebe HR, keiner bleibt wegen eines E-Leasing-Rads oder sonstigen Goodies auch nur eine Sekunde l\u00e4nger im Unternehmen, wenn die &#8222;Beziehung&#8220; so im Argen liegt!<\/p>\n<p>Jetzt h\u00f6re ich schon die Stimmen im Hintergrund: Das habe ich als High Potential gar nicht n\u00f6tig, wenn es mir zu bl\u00f6d wird oder die H\u00fctte brennt, bin ich sofort weg.<br>Ja, den Irrglauben hatte ich auch lange Zeit, wobei ich damals den Vorteil, manchmal leider auch den Nachteil, hatte, dass ich mit eigenem Unternehmen selbstst\u00e4ndig war: Mann muss ja nicht jeden Auftrag annehmen.<br>Ein Tipp, um sich hier ohne Schaden oder R\u00fcckschritt im Lebenslauf einiges zu ersparen, empfehle ich, mal in das <a href=\"https:\/\/amzn.to\/33KrSDq\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frustjobkillerbuch<\/a> reinzubl\u00e4ttern. Untertitel: Warum es egal ist, f\u00fcr wen Sie arbeiten. H\u00f6rt sich brutal an, ist aber nichts anderes als der Volksmund, der sagt, dass das Gras dr\u00fcben immer gr\u00fcner ist, die Kirschen immer saftiger und die Firmenkultur zum reinlegen geil.&nbsp;<\/p>\n<p>These des Buchs, ganz brutal formuliert: Wenn du ein Unternehmen verl\u00e4sst, weil du unzufrieden bist, wird dich genau dieses Gef\u00fchl \u00fcber kurz oder lang auch in der neuen Firma einholen, oder um es mit Stromberg zu sagen: Die Schei\u00dfe ist doch \u00fcberall die gleiche.<br>Es ist eine spannende und fundierte, in Teilen auch psychologische Abhandlung, warum weglaufen vor Problemen nichts bringt und sie letzten Endes doch immer im Gep\u00e4ck mitreisen. Es ist zum Schmunzeln, zum Nachdenken und auch mal kritisch mit sich ins Gericht gehen!<\/p>\n<p>Soviel zum Thema Loyalit\u00e4t im Arbeitsalltag. Und im Hinblick auf die vorstehende Buchempfehlung kann ich dir nur empfehlen: sei und bleibe vor allen dir gegen\u00fcber loyal!<\/p>\n<p><\/p>\n<pre style=\"text-align: center;\"><em>PodCast abonnieren: | <\/em><em><a href=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/steveschutzbier.rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">direkt<\/a><\/em><em> | <\/em><em><a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein-com-blogpost-in\/id1397425487?mt=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">iTunes<\/a><\/em><em> | <\/em><em><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/7aD22F9FGdLmRXaCP1uL3N\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spotify<\/a><\/em><em> | <\/em><em><a href=\"https:\/\/www.google.com\/podcasts?feed=aHR0cHM6Ly9wY3IuYXBwbGUuY29tL2lkMTM5NzQyNTQ4Nw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google<\/a><\/em><em> | <a href=\"https:\/\/music.amazon.de\/podcasts\/6df823b8-d073-4dcd-8b45-c349bfe77c78\/Der-ichbindochnichthierumbeliebtzuseincom-PodCast-Technik-Gadgets-Meinungen-und-aktuelle-Themen-die-das-Netz-und-die-Welt-bewegen-von-Steve-Schutzbier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">amazon<\/a> |\nSTOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT <a href=\"https:\/\/ultraschall.fm\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ultraschall5<\/a>\n<\/em><\/pre>\n\n\n<div class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210720-Ultraschall-Aufkleber-e1631027719599.png?resize=81%2C36&#038;ssl=1\" alt=\"Made with Ultraschall \/ Logo-Quelle ultraschall.fm\" class=\"wp-image-5279\" width=\"81\" height=\"36\"\/><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine spannende Frage: Was kann ich als Kollege, als F\u00fchrungskraft und auch als Unternehmen von meinen Mitarbeitern, Kollegen oder Angestellten an Loyalit\u00e4t erwarten? 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