{"id":9002,"date":"2023-02-15T15:01:00","date_gmt":"2023-02-15T14:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/?p=9002"},"modified":"2023-02-15T15:01:00","modified_gmt":"2023-02-15T14:01:00","slug":"249-wie-man-seine-mitarbeiter-ganz-schnell-zur-konkurrenz-bringt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/2023\/02\/15\/249-wie-man-seine-mitarbeiter-ganz-schnell-zur-konkurrenz-bringt\/","title":{"rendered":"249 Wie man seine Mitarbeiter ganz schnell zur Konkurrenz bringt!"},"content":{"rendered":"<p><i>Drei Personaler, siebzehn Meinungen. Kennt jeder, der schon mal in einer HR-Abteilung vorstellig wurde, nur um sich dann zu fragen, was machen die den ganzen Tag und warum schleppt das Unternehmen die mit. Ihr kennt meine Meinung, es gibt einfach zu viele schlechte Personaler da drau\u00dfen, die auch kein oder schlichtweg das falsche Verst\u00e4ndnis von ihrem Job haben. Umso erfreuter war ich, als ich einem Podcast das Thema &#8222;Mitarbeiter kommt wegen der Firma und geht wegen der F\u00fchrungskraft&#8220; geh\u00f6rt habe, seit Jahrzehnten mein Credo. Allerdings sprang mir die Erkenntnis auch hier wieder entgegen, wie leicht es doch sein kann, Mitarbeiter zufriedenzustellen oder Ruck-zuck zur Konkurrenz zu treiben. Daher, auch f\u00fcr alle, die keine HR-Podcasts h\u00f6ren, greife ich das Thema auf &#8211; zufriedene, wechselwillige und innerlich gek\u00fcndigte, Ohren auf! Jetzt kommt viel, was ihr kennt, besser gesagt, unter dem ihr leidet.<\/i><\/p>\n<figure id=\"attachment_9277\" aria-describedby=\"caption-attachment-9277\" style=\"width: 525px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-9277\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/13197982_leadership.jpg?resize=525%2C204&#038;ssl=1\" alt=\"Mitarbeiterf\u00fchrung, einer der h\u00e4rtesten Jobs, die es gibt! \/ Bild-\/Quelle: unlimphotos.com\" width=\"525\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/13197982_leadership.jpg?resize=1024%2C397&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/13197982_leadership.jpg?resize=300%2C116&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/13197982_leadership.jpg?resize=768%2C298&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/13197982_leadership.jpg?resize=1536%2C596&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/13197982_leadership.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9277\" class=\"wp-caption-text\">Mitarbeiterf\u00fchrung, einer der h\u00e4rtesten Jobs, die es gibt! \/ Bild-\/Quelle: unlimphotos.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-9002-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/249_20230130_Wie_man_Mitarbeiter_ganz_schnell_zur_Konkurrenz_treibt_v0-1.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/249_20230130_Wie_man_Mitarbeiter_ganz_schnell_zur_Konkurrenz_treibt_v0-1.mp3\">https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/download\/249_20230130_Wie_man_Mitarbeiter_ganz_schnell_zur_Konkurrenz_treibt_v0-1.mp3<\/a><\/audio>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich muss es immer wieder erz\u00e4hlen, es war f\u00fcr mich der Augen\u00f6ffner: Unternehmen veranstaltet abends f\u00fcr die Executive-Ebene Veranstaltungsreihe zur Personalf\u00fchrung und l\u00e4dt hochkar\u00e4tige Redner, jeder mit seiner eigenen These und Art der Ausf\u00fcllung ein. Als ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter eines auch Online-Versenders aus Hamburg mit der These, dass Mitarbeiter wegen der Firma kommen und dank der F\u00fchrungskraft wieder gehen, angek\u00fcndigt wurde, gingen die Pl\u00e4tze an dem Abend nicht so besonders schnell weg. Dies erm\u00f6glichte mir, die kritische These als Anwesender an diesem Abend in allen Facetten beleuchtet zu bekommen, ohne zum Kreise der Erlauchten zu geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte das jetzt nicht herunterspielen, da Menschenf\u00fchrung eine der komplexesten und verantwortungsvollsten Aufgaben in einem Unternehmen ist und das &#8222;Geheimnis&#8220; es halbwegs gut hinzubekommen, wird viel zu oft ignoriert &#8211; und seit Neuestem durch Quotenregelungen schlichtweg zerst\u00f6rt. Aber darum soll es nicht gehen &#8211; starten wir an dem Punkt, an dem es zu sp\u00e4t ist: Bei den Punkten, die Mitarbeiter die Flucht zur Konkurrenz ergreifen lassen.<\/p>\n<p>Der wichtigste Punkt, und noch hat er G\u00fcltigkeit, ist, dass wir aktuell in einem Arbeitnehmermarkt leben. Firmen suchen h\u00e4nderingend Personal und trotz m\u00f6glicher Zugest\u00e4ndnisse an Arbeitsort, Ausschm\u00fcckung der Rolle und auch Bezahlung finden sich keine Leute.\u00a0<br \/>Nat\u00fcrlich ist die Situation ungewohnt f\u00fcr Unternehmer und HR, dass die Bewerber mit Forderungen kommen. Zum Beispiel etwas Banales wie eine R\u00fcckmeldung binnen ein bis zwei Tagen auf die Bewerbung zu kommen. Und eine Einladung nicht \u00fcber eine Woche hinaus zu &#8222;verz\u00f6gern&#8220;. Anschreiben erleben auch wegen dieser Einstellung erneut den Punkt, an dem sie nun vielleicht endlich aussterben d\u00fcrfen.<br \/>Aber ich h\u00f6re und erlebe immer noch F\u00e4lle, bei denen allein die Best\u00e4tigung des Erhalts der Unterlagen schon vierzehn Tage in Anspruch nimmt. Leute, dann ist der Bewerber definitiv nicht mehr f\u00fcr euch zu haben!<\/p>\n<p>Auch die Ansprache hat sich ge\u00e4ndert. Die klassische Stellenanzeige in Druckform ist gerade bei den jungen und gut gebildeten Bewerbern nicht mehr im Blickfeld. Jung, gebildet, woran erkenne ich das? An einer, wichtig!, praktischen Abschlussarbeit, die idealerweise punktuelle neue L\u00f6sungen f\u00fcr Unternehmen generiert und somit im Rahmen einer H\u00f6chstbewertung liegt.<br \/>Ich kenne Firmen, die hier Headhunter bem\u00fchen. Aber auch dieser Schlag teilt sich in Neuland, 18. Jahrhundert und Verstanden. 18. Jahrhundert ist klar: anrufen, Formalien erkl\u00e4ren, Bildung und Lebenslauf abklappern &#8211; und schon ist der potenzielle Neue gelangweilt. Neuland ist wie 18. Jahrhundert nur wie &#8222;Upps! \u2013 Die Pannenshow&#8220;. Da wird im falschen Moment verklausuliert, dann fehlen, auch wichtige, Fragen und Antworten. Teilweise wirkt es wie schlecht oder gar nicht vorbereitet, auch unter dem Aspekt, ich bin nicht sicher, was ich sagen darf.\u00a0<br \/>Und dann kommt Verstanden. Locker. Leicht. Entspannt. Kennt die Rolle, kennt die Firma, kennt die Bedingungen und kennt den Angerufenen. Es gibt das oft falsch verstandene Gespr\u00e4ch auf Augenh\u00f6he durch zwei Gespr\u00e4chspartner, die kurz davor sind, eine Zweckgemeinschaft zu schlie\u00dfen. Weil man sich kennt. Und versteht. Und ein gemeinsames Ziel hat, zum Wohle der Firma und der Mitarbeiter, auch dem zuk\u00fcnftigen am Telefon. Dabei meine ich nicht das Runterbeten von Tierhaltung erlaubt, freien Getr\u00e4nken, Home-Office-M\u00f6glichkeiten und dem ganzen angeblichen Hipster-Zeugs.<\/p>\n<p>Und weil viele das nicht hinbekommen oder hinbekommen wollen, hat man unter verschiedenen Namen nun ein Recruiting \u00fcber oder mit Social Media Kampagnen oder auch nur Komponenten davon erfunden. Das sind also diese l\u00e4stigen Einschieber, die Insta, TicTok, Facebook f\u00fcr die \u00e4lteren und auch in der Google Suche auftauchen. Teilweise schrecklich schlecht gemacht, noch schlimmer an der eigentlichen Zielgruppe vorbei, aber Hauptsache &#8222;in Bewegung&#8220;, daher wird es intern meist mit Performance-irgendwas von den HR-Abteilungen verkauft. Aber: eine Stellenanzeige auch bei LinkedIn zu posten, ist das schon mal nicht!<\/p>\n<p>Und wenn der &#8222;Neue&#8220; dann endlich da ist, gibt es Firmen, die unfassbar viel investieren, um fortzubilden und zu halten &#8211; und die knapp 93 % Rest, die ab dem ersten Tag mit Vergraulen und Vertreiben besch\u00e4ftigt sind. Eigentlich ein sch\u00f6ner Name f\u00fcr ein Computerspiel&#8230;<\/p>\n<p>Am schlimmsten ist es, wenn man kurz nach dem Start sofort merkt, dass viel von dem, was die Stellenanzeige und auch das Gespr\u00e4ch mit dem Personaler mitgebracht hat, nicht erf\u00fcllt wird. Wenn alle mucksm\u00e4uschenstill, mit geduckten, eher nach eingezogenen K\u00f6pfen aussehend am Rechner sitzen. Kommunikation zur eigenen Absicherung nur per E-Mail l\u00e4uft und mittags fluchtartig das Haus verlassen wird, wenn man nicht auch noch zur Kantine gezwungen wird &#8211; nicht das Klima, wo der Neue lange zuschauen wird.<\/p>\n<p>Auch kenne ich F\u00fchrungskr\u00e4fte, denen von ihnen so benannter &#8222;\u00dcbereifer&#8220; gleich im Keim erstickt werden muss. Wenn der Mitarbeiter eigenmotiviert und vielleicht abteilungs\u00fcbergreifend gleich mal eine Vorstellungsrunde allein startet. Oder er findet in den ersten Tagen, der Vorteil des von extern kommend, den gute F\u00fchrungskr\u00e4fte nutzen, Schwachstellen und versucht, diese eigenm\u00e4chtig und mit Unterst\u00fctzung zu beheben. Und auch, dass er immer und immer wieder in die Kommunikation geht, durch die Ebenen, die f\u00fcr ihn da sind. Manche F\u00fchrungskr\u00e4fte sehen in einer Neueinstellung mindestens sechs Wochen Ruhe, auch f\u00fcr sich selbst. Schlie\u00dflich dauert es ungef\u00e4hr so lang, bis man den Neuen laufen lassen kann und man sich als F\u00fchrungskraft nicht mehr um ihn k\u00fcmmern muss. Und das wird genau so von dem Chef an Chef-Chef kommuniziert, der \u00e4hnlich denkt und schon ist gegenseitige Ruhe.<\/p>\n<p>Aber selbst wenn das erledigt ist, kommen noch die F\u00e4lle des allt\u00e4glichen Lebens, die HR, die F\u00fchrungskraft und vielleicht auch die Firma in Teilen herausfordert. Ich rede nun nicht von gesetzlich geregelten Dingen wie Nachwuchs. Nein, wie geht der Laden zum Beispiel mit einem neuen Fr\u00fchjahr des Mitarbeiters um. Erst recht, wenn die neue Liebe nicht um die Ecke wohnt und das Pendeln beginnt. Oder wenn der Lebenspartner in seiner Firma versetzt wird und jetzt zwei Wohnorte mit der Familie bespielt werden wollen? Wie einfach klappt es dann mit einer belastbaren und haltbaren Home-Office-Regelung? Ist hier das notwendige Vertrauen auf beiden Seiten vorhanden?<\/p>\n<p>Geben die Aufgaben dem Mitarbeiter einen Sinn &#8211; oder soll er ohne zu fragen, auch wenn er erkennen kann, dass Formulare falsch ausgef\u00fcllt wurden, einfach immer an der gleichen Stelle den Eingangsstempel aufdr\u00fccken? Und was wird aus den Zusagen aus dem Bewerbungsgespr\u00e4ch? Tut sich nach der Einarbeiter eine Projekt\u00fcbernahme auf? Ja, nein, Schei\u00dfe? Eine innere K\u00fcndigung ist manchmal schwerer zur\u00fcckzunehmen als ein Personaler glaubt.<\/p>\n<p>Das Thema Geld spare ich auf, auch, da immer noch zu viele Firmen keinerlei Argumente in der Hand haben, warum gleiche Rollen und teils gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt werden &#8211; und nicht nur in Abh\u00e4ngigkeit des Geschlechts. Solange Lohn und Gehalt nicht klar und transparent f\u00fcr jedermann einsehbar ist, wird in dem Unternehmen immer ein wesentlicher Teil mit einem &#8222;Geschm\u00e4ckle&#8220; versehen und unter Geheimhaltung gestellt. Und die Mitarbeiter reden, auch durch den Gesetzgeber gedeckt, trotzdem dar\u00fcber. Fragt sich nur: wieso blo\u00df, diese Heimlichtuerei?<\/p>\n<p>Und jeder kennt Chefs Liebling, der machen kann, was er will oder eben nichts macht und trotzdem vor voller Runde immer f\u00fcr alles die Lorbeeren kassiert. Der keine Verantwortung will, seinen Job entsprechend gestaltet und wenn es eng wird, mal den Ein-Tages-Krankenschein zieht, um nicht an Terminen teilnehmen zu m\u00fcssen. Und zur H\u00e4me aller auch noch mit Bonuszahlungen und weiteren Extras wie Dienstreisen \u00fcberh\u00e4uft wird. Und Lob. Und intern als Vorbild benannt wird, dem T\u00fcr und Tor f\u00fcr Bef\u00f6rderungen aufgemacht werden. Wo das Peter-Prinzip an sich schon unter dem aktuellen Niveau \u00fcberschritten wurde, aber mehr und nach oben geht trotzdem immer. Bl\u00f6d nur, dass die anderen Kollegen das Spiel und den Liebling l\u00e4ngst durchschaut haben. So kommt b\u00f6ses Blut auf und Gleichg\u00fcltigkeit der F\u00fchrung und auch dem Chef-Chef als auch dem Job gegen\u00fcber &#8211; und die Guten sehen sich das nicht lange an!<\/p>\n<p>Wer glaubt, dass das schon ein heftiger Tiefschlag war, treiben wir vorstehendes Argument doch einfach in die Breite: Trennt sich das Unternehmen wirklich konsequent von Schlechtleistern? Also die Typen, die bewusst zu sp\u00e4t in alle Termine kommen, deren Krankheitstage ausschlie\u00dflich auf DIN A3 gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Die immer eine Ausrede haben, und wenn nur gerade der Drucker auf dem Flur keinen Toner hat. Die letzten, die kommen, aber als Erste gehen. Wochenlang eine Excel bauen, wie sie mit richtigem Einstechverhalten maximal Stunden machen, ohne lange anwesend sein zu m\u00fcssen. Der Kollege, der allein die Kantine oder Cafeteria am Leben h\u00e4lt. Oder auch immer diese Lustreisen zu Besichtigungen, Terminen und Messen&#8230;! Besonders schlimm wird es, wenn sich das noch mit vorstehendem &#8222;Chefs Lieblings&#8220;-Verhalten paart. Lob f\u00fcr nichts vor allen. So r\u00e4umt man rasant ganze Abteilungen leer!<\/p>\n<p>Und jeder, der, ich musste ihn endlich mal wieder erw\u00e4hnen, Stromberg kennt, wei\u00df um zwei weitere Fisimatenten: Werte und Moral passen irgendwie nicht in die Realit\u00e4t und dem Mitarbeiter ist der Sinn der Arbeit nicht klar.<br \/>Wer kennt sich nicht, die von Stechen befreiten F\u00fchrungskr\u00e4fte? Die eine H\u00e4lfte ist immer da, die andere sieht man nur zu Mittag in der Kantine, am Arbeitsplatz Fehlanzeige. Da hat wohl jemand den mit Befreiung von der Zeiterfassung betrauten Wert missverstanden. Oder eben das vorher aufgezeigte Stempelbeispiel: das kann ich delegieren, indem ich anweise, egal was kommt, immer oben rechts zu stempeln. Oder ich erkl\u00e4re den Ablauf, die Wichtigkeit des Stempels, der f\u00fcr einen fl\u00fcssigen Prozess von A nach B \u00fcber C f\u00fchrt und essenziell f\u00fcr etwa die Abrechnung ist. Fiktives, schnelles Beispiel, aber welches spricht dich mehr an? Anweisung oder die Wichtigkeit der Aufgabe zu kennen?<\/p>\n<p>Und zu guter Letzt, die F\u00fchrungskraft: klar, der Chef sollte nicht sein bester Mitarbeiter sein. Aber so gar nichts tun? Auch kein guter Eindruck. Oder klar zeigen, dass ihn das Thema, f\u00fcr das er zust\u00e4ndig ist, nicht interessiert. Weil er ja Untergebene hat.<br \/>Noch schlimmer ist es, wenn Chef nicht delegieren kann. Aufgaben, die falsch oder nur im Teil \u00fcbergeben werden. Oder eine Aufgabe aus Versehen an zwei Mitarbeiter gegeben wird. Genau so holt man sich Missachtung von seinen Leuten &#8211; und diese wiederum suchen nach neuen guten Chefs.<\/p>\n<p>Und zu Abschluss noch ein Wort zu Krisen: Wenn das Unternehmen durch jede einzelne Briefmarke, die aus Versehen zu viel geklebt wurde, in die lebensbedrohliche Krise st\u00fcrzt, ist das kein Platz, der Mitarbeiter zum Bleiben anregt. Auch der fr\u00fcher von den Start-ups gepflegte Umgang, wir haben heute kein Geld, aber wenn wir durch die Decke schie\u00dfen, bist du Million\u00e4r, zieht nicht mehr. Zu viele Pleiten haben schon zu viele verarmte Mitarbeiter hinterlassen, da hofft kaum noch jemand auf die Million.<br \/>Wenn sich das noch mit Dummsch\u00e4tzern, die immer alles in l\u00e4cherliche ziehen oder sich gleich bei Stromberg die &#8222;besten&#8220; Zitate f\u00fcr ihren Alltag abgeguckt haben, bricht der Damm und weg sind die Leute. W\u00e4hrend &#8222;der Chef&#8220; noch gar nicht gemerkt hat, dass seine Leute schon l\u00e4ngst f\u00fcr die Konkurrenz und mit Hochdruck gegen die ehemalige Firma arbeiten.<\/p>\n<p>Ich kenne jetzt die Frage, die ihr mir stellt: Steve, du hast uns was von HR-Abteilungen versprochen, aber vieles davon, was du nun aufgezeigt hast, hat nur mit F\u00fchrungskr\u00e4ften zu tun. Ja, richtig! Aber lasst mich euren Gedanken umdrehen: Wer hat denn diesen Versager, der auf der Rolle indessen so richtig abkackt, eingestellt oder als Quote da hingesetzt? Und wer k\u00fcmmert sich entweder nicht darum, was er so macht oder, noch schlimmer, l\u00e4sst ihn einfach mal machen?<\/p>\n<p>Auch wenn HR das immer nicht h\u00f6ren will, aber letzten Endes fallen solche Kandidaten auf den Einstellenden zur\u00fcck. Und hier sollte sich HR regelm\u00e4\u00dfig fragen, ob nicht der Mitarbeiter, sondern der HRler hier die Konsequenzen bei einer sichtbaren Kette gleicher Blamagen tragen sollte.<br \/>Auch HR hat &#8222;nur&#8220; Mitarbeiter, von denen man sich auch bisweilen trennen sollte!<\/p>\n<p>Ich hoffe f\u00fcr dich, dass dir vorstehende Punkte bestenfalls im Kleinen und ohne sichtbaren Schaden passieren. Dass du eine Personalabteilung mit &#8222;Arsch in der Hose&#8220; hast, die nicht von einem Vorstand oder sonst instrumentalisiert wird. Dass du eine F\u00fchrungskraft mit Verve hast, der sich auch mal vor dich stellt oder auch mal ein offenes Wort aussprechen kann, ohne dass gleich der Betriebsrat kommen muss. Kurz gesagt: Ich hoffe, du bist zufrieden und lebst nicht nur vom Schmerzensgeld am Monatsende! Dann weiter so. Und wenn nicht, teste doch einfach mal den Bewerbermarkt aus&#8230;! Das sch\u00f6ne ist: heutzutage kostet das ja nix&#8230;<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<pre style=\"text-align: center;\"><em>PodCast abonnieren: | <\/em><em><a style=\"pointer-events: none;\" href=\"https:\/\/zopb4l.podcaster.de\/steveschutzbier.rss\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">direkt<\/a><\/em><em> | <\/em><em><a style=\"pointer-events: none;\" href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/podcast\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein-com-blogpost-in\/id1397425487?mt=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">iTunes<\/a><\/em><em> | <\/em><em><a style=\"pointer-events: none;\" href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/7aD22F9FGdLmRXaCP1uL3N\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spotify<\/a><\/em><em> | <\/em><em><a style=\"pointer-events: none;\" href=\"https:\/\/www.google.com\/podcasts?feed=aHR0cHM6Ly9wY3IuYXBwbGUuY29tL2lkMTM5NzQyNTQ4Nw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Google<\/a><\/em><em> | <a style=\"pointer-events: none;\" href=\"https:\/\/music.amazon.de\/podcasts\/6df823b8-d073-4dcd-8b45-c349bfe77c78\/Der-ichbindochnichthierumbeliebtzuseincom-PodCast-Technik-Gadgets-Meinungen-und-aktuelle-Themen-die-das-Netz-und-die-Welt-bewegen-von-Steve-Schutzbier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">amazon<\/a> |\nSTOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT <a style=\"pointer-events: none;\" href=\"https:\/\/ultraschall.fm\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ultraschall5<\/a>\n<\/em><\/pre>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright is-resized size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/20210720-Ultraschall-Aufkleber-e1631027719599.png?resize=81%2C36&#038;ssl=1\" alt=\"Made with Ultraschall \/ Logo-Quelle ultraschall.fm\" class=\"wp-image-5279\" width=\"81\" height=\"36\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Personaler, siebzehn Meinungen. 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