{"id":941,"date":"2016-02-05T15:30:34","date_gmt":"2016-02-05T14:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com\/?p=941"},"modified":"2016-02-05T15:30:34","modified_gmt":"2016-02-05T14:30:34","slug":"lust-auf-basteln-und-programmieren-aber-raspberry-oder-arduino-was-passt-zu-mir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ichbindochnichthierumbeliebtzusein.de\/testaufbauwp\/2016\/02\/05\/lust-auf-basteln-und-programmieren-aber-raspberry-oder-arduino-was-passt-zu-mir\/","title":{"rendered":"Lust auf Basteln und Programmieren? Aber: Raspberry oder Arduino, was passt zu mir?"},"content":{"rendered":"<p><em>G\u00fcnstige Minicomputer, mit deren Hilfe die irrsten Sachen im Netz gemacht und gezeigt werden, sprie\u00dfen aus dem Boden, dass man echt den \u00dcberblick verliert. Zwei klassische Vertreter sind der britische Raspberry Pi (aktuell in Version 2) und der italienische Arduino. Beiden verfolgen, auch wenn die Ergebnisse in die selbe Richtung gehen, ganz unterschiedliche Ziele. Und so stellt sich nun einfach die Frage: Wenn ich einen &#8222;Kleinen&#8220; will &#8211; welchen nehme ich denn dann am besten?<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Ich will mal wieder was basteln, am besten mit selbst programmieren und so&#8230;&#8220;, der Gedanke zw\u00e4ngt sich in unserer heutigen Zeit mehr und mehr auf. Eine kurze Suche sp\u00e4ter, schon findet man sich entweder bei <a href=\"https:\/\/www.arduino.cc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arduino<\/a> oder bei <a href=\"https:\/\/www.raspberrypi.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Raspberry<\/a>. Aber &#8211; damit nicht genug: Arduino bietet diverse unterschiedliche Modelle, zus\u00e4tzliche Platinen und vieles mehr. Und, auch bei Raspberry gibt es, neben den alten Modellen 1A, + und B, das aktuelle Modell 2 und Aufstecks\u00e4tze und noch mehr Zubeh\u00f6r. Gut, das mehr an Zubeh\u00f6r gibt es auch f\u00fcr das italienische Modell&#8230; aber&#8230; welchen nehme ich denn jetzt, wenn ich einen haben m\u00f6chte?<\/p>\n<p>Nun &#8211; so sorry: aber was die beiden Boards angeht, prallen da zwei Philosophien aufeinander. Raspberry ist, dank der fast freien Wahl des Betriebssystems (vom bekannten <a href=\"https:\/\/www.raspbian.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Raspbian<\/a>, das auf Linux basiert bis hin zu einer Win10-Variante) das eindeutig offenere System. Wohingegen man bei Arduino erst mal am Besten eine Grafik auf der Webseite studieren sollte, um zu wissen, mit welchen Modell (Einsteiger: bitte den UNO R3 (aktuelle Version) aussuchen) man beginnen m\u00f6chte\/sollte.<\/p>\n<p>Wenn bei Raspberry die micro-SD-Karte dann das erste Mal in die Linux-Welt hinein bootet, geht das alte Unix-Wissen entweder aus &#8211; oder man muss sich mit Linux, dem Aufbau, den Systemdateien, etc. auseinander setzten, bevor man wirklich mit dem Ger\u00e4t an sich beginnen kann. Wer aber hier durch ist, hat den Vorteil, dass er viele Programmiersprachen nachinstallieren kann, Python (allerdings nur Version 2!) als bekanntester Vertreter oder eben banal Java.<\/p>\n<p>Der Uno wird eingesteckt &#8211; und geht. Daf\u00fcr muss man auf seinem Rechner eine Begleitsoftware installieren &#8211; und, ACHTUNG!: Dann im Tools-Men\u00fc zuerst den richtigen Port w\u00e4hlen und dann ebenfalls im Tools-Men\u00fc das korrekte Board anw\u00e4hlen. Sonst wird man nur mit kryptischen Fehlermeldungen belohnt, die einem sagen, dass der COMx-Port nicht belegt\/gefunden\/genutzt\/etc. werden kann.<\/p>\n<p>Beim Raspberry ist dann Handarbeit angesagt: Linux ist eingerichtet, das Paket f\u00fcr die Programmiersprache ist installiert (und man sollte diese tunlichst beherrschen) &#8211; und nun geht die Frage los: was machen? Was genau bauen? \u00dcbers Internet ansprechen k\u00f6nnen oder nur \u00fcber heimisches WiFi? Oder, oder, oder&#8230; Oder eben mit einem Fachbuch starten, Teile bestellen &#8211; los legen und erste Erfolge haben. Oder eben eine der zahlreichen Internet-Anleitungen nachbauen &#8211; nachdem man ca. 40% der ben\u00f6tigten Teile nach einer zwei bis dreiw\u00f6chigen Wartezeit aus China erhalten hat.<\/p>\n<p>Der Arduino hat den Vorteil, dass er im Gegensatz zu den v\u00f6llig \u00fcberteuerten &#8222;Komplettpaketen&#8220; des Raspi mit &#8222;Lernpaketen&#8220; kommt, an denen der Vertreiber zwar verdient, aber eben nicht mehr, als wenn man das Gerenne zwischen Internet, lokalem Fachh\u00e4ndler und der Postlaufwartezeit aus China abwarten m\u00fcsste (bei Raspi habe ich &#8222;Komplettpakete&#8220; f\u00fcr 39,99 gesehen, in denen ist ein Breadboard, 10 LEDs, 10 Widerst\u00e4nde und 40 Kabel &#8211; Einzelkauf Prime: keine 10 \u20ac!). Und in den Lernkits ist eben auch immer ein &#8222;Handbuch&#8220; f\u00fcr die ersten Schritte enthalten.<\/p>\n<p><strong>Fazit 1: W\u00e4hrend man beim Raspi noch gespannt dem Bootvorgang und dem Aufbau der grafischen Oberfl\u00e4che zusieht, hat man mit dem Arduino die erste Programmierung erledigt und eine LED zum blinken gebracht. Aber Achtung: wer den Raspberry und Arduino vergleichen m\u00f6chte, muss den Arduino Y\u00fan heran ziehen, da dieser auch mit einem Linux-Derivat l\u00e4uft &#8211; allerdings fest installiert und ohne SD-Karten-Bedarf (die trotzdem m\u00f6gliche SD-Karte dient dann zum speichern von Dateien, Scripten, etc.).<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend also beim \u00a0Uno der Hersteller das Betriebssystem schon mal komplett \u00fcbernommen hat und die Programmierung sehr &#8222;verst\u00e4ndlich&#8220; \u00fcber die PC-Software erfolgt, bevor sie an die Platine zur Umsetzung gesendet wird, ist der Raspberry hier um ein vielfaches offener&#8230; oder eben zeitintensiver, wie man es sehen m\u00f6chte&#8230;<\/p>\n<p>Das bedeutet aber im Klartext, dass der Raspi, bevor man per SSH im Terminal oder per VNC auch auf die grafische Oberfl\u00e4che zugreifen kann, eine eigene Tastatur, Maus und vor allem einen HDMI-Display-Anschluss braucht. \u00a0Der Arduino hingegen braucht einen Rechner (Win\/Mac), der den Client ausf\u00fchrt &#8211; und einen freien USB-Anschluss.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Raspi ist Python mit Sicherheit nicht die verkehrte Wahl &#8211; aber, so leicht und verst\u00e4ndlich Python im Grundgedanken und auch im erlernen ist, es ist zus\u00e4tzlicher Aufwand zu den notwendigen Linux-Kenntnissen, um los legen zu k\u00f6nnen &#8211; wie ich schon schrieb. Beim Arduino habe ich einfach und verst\u00e4ndliche Befehle, die ich umsetzten kann. Und ein Interface, dass mir das Grundger\u00fcst des Machbaren schon aufzeigt.<\/p>\n<p><strong>Fazit 2: Der Raspberry ist wirklich als Computer, wenn auch von schmaler Hardware, zu verstehen. Man muss Linux kennen und noch eine Programmiersprache (Python v2.x), bevor der Spass beginnen kann. Der Arduino Uno ist eine Platine f\u00fcr nette Experimente, bei dem man nach Installation der PC-\/Mac-Software sofort los legen kann. Und genau das ist der Zweck! Raspberry selber ist ein &#8222;all-in-one&#8220;-Modell mit viel Flexibilit\u00e4t &#8211; Arduino bietet alternativ diverse Boards f\u00fcr verschiedene Eins\u00e4tze &#8211; aber alle unter dem &#8222;schnell einen Prototyp zusammengesteckt&#8220;-Motto.<\/strong><\/p>\n<p>Die Vergleiche k\u00f6nnten jetzt weiter und weiter gehen und der jeweilige Platinentyp w\u00fcrde ausschlie\u00dflich seine Anwendung gewinnen. Ich wollte hier auch keinen Sieger k\u00fcren, sondern lediglich aufzeigen, was mit welcher &#8222;Platine&#8220; so geht:<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\">Arduino:<\/span> Per USB-Schnittstelle vom PC mit C\/C+-Sketches zu versorgen, ideal f\u00fcr schnelle Ideen &#8211; aber auch komplexe. Aus meiner Sicht, wenn der Einsatzzweck stimmt, das Teil, mit dem man sofort nach dem Auspacken die erste LED leuchten oder die erste Schaltung fertig haben kann. Wenn 1:1-Vergleich zu Raspberry gew\u00fcnscht, Modell Y\u00fan bestellen. F\u00fcr den Uno sind im Netz die meisten Projekte zu finden. Erweiterung durch Shields und jede Menge Sensoren m\u00f6glich. Spa\u00df und Freude garantiert.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\">Raspberry:<\/span> Der kleine all-in-one-Platinen-Rechner mit gr\u00f6\u00dfter Popularit\u00e4t auch f\u00fcr Bastelanleitungen und Scripte im Netz. Ben\u00f6tigt rudiment\u00e4re Linux-Kenntnisse, dann noch Kenntnisse einer Programmiersprache (Java, Python aber bevorzugt, wenn aktuell auch nur in Version 2 f\u00fcr das Raspian-Betriebssystem verf\u00fcgbar). Mit dem Arduino Uno an sich nicht zu vergleichen, da der Raspi keine out-of-the-box-Soforteinsatz-L\u00f6sung darstellen will. Jede Menge Erweiterungen und Drittanbieter-Module zu bekommen, spricht z.B. auch mit den Sensoren, die aus einem Arduino-Kit kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So oder so &#8211; mit 40 Euro und noch ein bisschen Kleingeld f\u00fcr das n\u00f6tige Zubeh\u00f6r technische Projekte realisieren, das geht mit beiden, egal, ob Himbeere oder Italiener. Findet selbst Eure Pr\u00e4ferenz, w\u00e4hlt aus, auf Basis, des oder der Projekte, die Ihr realisieren wollt. Spa\u00df rund um das Thema Elektrik, Basteln und Programmieren ist garantiert.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\"><em><strong><span style=\"color:#ff0000;text-decoration:underline;\">Meine Empfehlung:<\/span><\/strong><\/em><\/span><br \/>\nSofort loslegen k\u00f6nnen, einfache C-Sketches schreiben, schnelle elektrische Schaltungen basteln &gt;&gt; Arduino.<br \/>\nMinicomputer pflegen, komplex programmieren k\u00f6nnen, ab Werk online mit ver\u00e4nderbarem OS &gt;&gt; Raspberry.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>PS: Ja, ja, ja&#8230; ich habe weder den Raspberry Zero noch die weiteren Boards von Arduino gro\u00df beleuchtet. Der Zero ist aktuell quer durch die Online-Welt vergriffen (Kosten US-$ 5!), Arduino hat zu viele Boards, die mal das Uno um n\u00fctzliche Dinge erweitern, mal eine andere Zielgruppe ansprechen wollen &#8211; und sie haben\/arbeiten (ich habe es nicht weiter verfolgt, aber sie wollten mit einem Zero-Konkurrenten kommen, falls er nicht schon da ist) auch ein\/auch an einem &#8222;Kleinstboard&#8220;. Wer hier tiefer einsteigen will, der m\u00f6ge sich durch die Foren im Internet lesen. Viel Spa\u00df!<\/p>\n<figure id=\"attachment_944\" aria-describedby=\"caption-attachment-944\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/aviationsteve.files.wordpress.com\/2016\/02\/img_20160204_094654.jpg\" rel=\"attachment wp-att-944\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-944\" src=\"https:\/\/aviationsteve.files.wordpress.com\/2016\/02\/img_20160204_094654.jpg?w=300&#038;resize=300%2C225\" alt=\"KleinChaos auf dem Schreibtisch: Uno mit Bewegungsmelderalarm, Raspi mit ersten Python-Programmierungen (aber noch ohne Verkabelung)\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-944\" class=\"wp-caption-text\">KleinChaos auf dem Schreibtisch: Uno mit Bewegungsmelderalarm, Raspi mit ersten Python-Programmierungen (aber noch ohne Verkabelung)<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00fcnstige Minicomputer, mit deren Hilfe die irrsten Sachen im Netz gemacht und gezeigt werden, sprie\u00dfen aus dem Boden, dass man echt den \u00dcberblick verliert. 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